Kampferbaum - Cinnamomum camphora
Familie der Lorbeergewächse - Lauraceae

Der mächtige Kampferbaum ist im südlichen China, Südjapan und Formosa zu Hause. In Ostafrika, Florida und Mexiko wird er erfolgreich kultiviert. Bei einer Höhe von 40 m kann er bis zu 5 m dick werden. Zur Kampfergewinnung werden die Bäume etwa im Alter von 50 Jahren gefällt, zerkleinert und zerstampft, und dann der Wasserdampfdestillation unterworfen. Das Holz enthält in den Ölzellen und Interzellularräumen ein ätherisches Öl, das bis zu 50 Prozent aus Kampfer besteht.

Zwei Drittel der Weltproduktion von Kampfer dienen der Celluloidindustrie. Außerdem wird Kampfer bei der Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln (bes. gegen Motten) verwendet und ist Bestandteil von Desinfektionsmitteln. Bei der Kampferdestillation bleibt das sogenannte Kampferöl übrig. Es enthält unter anderem Safrol, das der Seifenparfümierung dient, da es bei den billigen Seifensorten den unangenehmen Fettgeruch überdeckt. Zehn bis zwölf Prozent der Kampferproduktion werden für pharmazeutische Zwecke verarbeitet. Aus Kampferholz werden Truhen und Schränke hergestellt. Man benutzt es auch als Räuchermittel.

Verwendeter Pflanzenteil
Kampferöl - Oleum Camphorae, Kampfer - Camphora.

Inhaltsstoffe
Der Wirkstoff des Kampferbaumes ist das ätherische Öl, aus dem sich der Kampfer abscheiden läßt. Bei Zimmertemperatur bildet der Stoff farblose Kristalle, die eigentümlich riechen und brennend-scharf, bitter und kühl schmecken.

Eigenschaften
Kampfer ist direkt zentral erregend, was sich auf das Atem- und Kreislaufzentrum auswirkt. Zeichnet sich durch lokale Reizwirkung aus, die bei äußerlicher Anwendung eine örtlich vermehrte Blutfülle erzeugt; lokalanästhetisch; antiseptisch.

Anwendungsgebiete
Äußerlich: Muskelrheumatismus, katarrhalische Erkrankungen der Luftwege, Herzbeschwerden. Innerlich: Niedriger Blutdruck, katarrhalische Erkrankungen der Luftwege.

Nebenwirkungen
Kontaktekzeme sind möglich.