Vetera- Häusliche Pflege
Nachrichtenbrett
Masern schädigen Abwehr
Masern sind offenbar doch keine so harmlose Kinderkrankheit, wie man
glaubt. Forscher des New Yorker Medical Departements stellten jetzt fest, daß
die Masern Viren das Immunsystem nachhaltig schädigen können, weil
sie die Immunantwort schwächen und so dafür sorgen, daß andere
Viren und Bakterien die Abwehr leichter überlisten können. Diese
Erkenntnis würde erklären, warum Kinder nach den Masern meist ganz
rasch auch andere Kinderkrankheiten bekommen und in dieser Lebensphase
besonders empfänglich für Keuchhusten oder auch für die
Tuberkulose sind. Östrogen bremst Alzheimer . Östrogenhaltige
Hautpflaster können bei älteren Frauen, die an Alzheimer leiden,
offenbar den Verlust von Gedächtniszellen bremsen. Das ergab eine
Untersuchung am Veteran Medical Center in Tacoma (USA). Gedächtnistests
verliefen bei denjenigen Alzheimer Patientinnen am besten, die zuvor
entsprechende Pflaster erhalten und den höchsten Östrogenspiegel im
Blut hatten. Östrogenpflaster kann jeder Hausarzt verordnen. Sie haben
gerade bei älteren Frauen nach bisherigen Erkenntnissen keinerlei
unangenehme Nebenwirkung.
VITAMIN E SCHÜTZT VOR GRAUEM STAR
Haben Sie heute schon eine Ration Vitamin E eingenommen? Besonders sinnvoll
wäre eine Tagesdosis von 600 Milligramm. Denn diese Menge, so ergab jetzt
eine Fünf Jahres Studie an der Univensity of Western Ontarlo (Kanada), kann
den vor allem im Alter gefürchteten Grauen Star verhindern. Augenarzt Prof.
Dr. John Trevithick, der die Studie leitete, sagt: "Vitamin E verhindert,
daß die Eiweißfasern der Augenlinse zerstört werden. Es saugt
sogenannte freie Radikale wie ein Schwamm auf. Diese freien Radikale entstehen,
wenn Patienten im Alter zu wenig Vitamin C, E und BetaCarotin durch die Nahrung
aufnehmen. Aber auch durch die Zuckerkrankheit oder durch Rheuma können
diese aggressiven Verbindungen, die ungesättigte Sauerstoffmoleküle
sind, das Auge schädigen." Kanadas Regierung beschloß aufgrund
des Studienergebnisses, jedem Bürger über 40 Jahren kostenlos über
die Kassen Vitamin E zur Verfügung zu stellen. Der Staat will damit 30
Milliarden Dollar Operationskosten einsparen. Die Operation ist nämlich
bislang das einzige wirkliche Gegenmittel beim Grauen Star. Dabei wird die trübe
gewordene Linse mit Ultraschall zerkleinert und verflüssigt. Anschließend
führt der Chirurg eine zusammengerollte Kunststoff Linse in die
Linsenkammer ein. Der Erfolg ist überraschend: 99 Prozent der Patienten können
nach der 30 Minuten dauernden Operation wieder so klar sehen wie Gesunde.
Knoblauch bremst die Alterung der Gefäßwand
München(mf).
Gesunde Probanden wurden über mindestens zwei Jahre mit Knoblauch
Dragees behandelt, und anschließend wurde die Pulswellengeschwindigkeit überprüft
Knoblauch bremste die Alterung der Gefäßwand München(mf,) Vor
allem epidemiologische Beobachtungen, aber auch experimentelle Studien lassen
vermuten, daß Knoblauch die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse
reduziert. Zwei klinische Studien haben jetzt weitere deutliche Hinweise dafür
geliefert, daß diese Annahme richtig ist: In einer dieser Studien konnte
die Alterung der Aortenwand durch Knoblauch drastisch aufgehalten werden. In
der noch unveröffentlichten retrospektiven Fall Kontrollstudie, die
Professor Gustav Belz von der Universitätsklinik Mainz auf dem Zweiten
Internationalen Phytotherapie Kongreß in München vorgestellt hat,
sind 101 gesunde Personen im Alter von 50 bis 80 Jahren über mindestens
zwei Jahre mit durchschnittlich vier Knoblauch Dragees (Kwai) täglich
behandelt worden Als Meßparameter für den Therapieeffekt diente die
Pulswellengeschwindigkeit, die mechanographisch bestimmt wurde. Dieser Parameter
ist ein Maß fur die Wandelastizität der Gefäße. Mit
steigendem Alter nimmt vor allem auch aufgrund atherosklerotischer Prozesse
die Gefaßelastizität ab und die Puls Wellengeschwindigkeit
dementsprechend zu. Auch bei Hypertonikern ist die Pulswellengeschwindigkeit erhöht.
Wie Belz in München berichtet hat, betrug die Pulswellengeschwindigkeit
nach der mindestens zweijährigen Knoblauch Zufuhr bei den Verum Patienten
8,31 Meter pro Sekunde, bei den Personen einer Kontrollgruppe hingegen 9,8 Meter
pro Sekunde ein deutlich signifikanter Unterschied. Auch bei Hypertonikern ließ
sich der positive Effekt der Phytotherapie nachweisen, ebenso bei älteren
Personen, und hier besonders in der Gruppe der 70 bis 80jahrigen. Auch ein
streßinduzierter Anstieg der Blutdruckwerte fiel bei den Verum Patienten
deutlich geringer aus als in der Plazobogruppe. Naturlich gelten bei dieser
Studie alle Einschränkungen einer retrospektiven Fall Kontrollstudie. Es
kann vor allem nicht ausgeschlossen werden, daß die Patienten der
Verumgruppe generell gesünder gelebt haben als die der Kontrollgruppe.
Dennoch sieht es so aus, als konnte die Alterung der Gefäße durch
Knoblauch tatsachlich um Jahre verzögert werden", meinte Relz Wie
Knoblauch der Atherosklerose entgegen wirken konnte, hat Professor Manfred
Steiner von der East Carolina Universitat in Greenville im US Bundesstaat
Carolina untersucht. Steiner hat in München eine Cross over Studie mit 52 Männern
mit moderater Hypercholesterinamie (220 bis 290 Milligramm pro Deziliter)
vorgestellt, in deren Verlauf die Patienten zunächst über 26 Wochen
mit einem gealterten Knoblauch Extrakt oder Plazebo und nach der Auswaschphase
und dem Cross over über 17 Wochen mit Knoblauch oder Placebo behandelt
worden sind. Das Ergebnis: Die Gesamt Cholesterin und LDL Werte wurden um
sechs bis sieben und vier bis funf Prozent reduziert. Auf das HDL und die
Triglyzeride hatte die Knoblauchzufuhr jedoch keinen Effekt Was den Blutdruck
anging, so wurde besonders der systolische, weniger aber der diastolische
Blutdruck gesenkt. Zudem konnte Steiner nachweisen, daß unter Verum die
Plattchen Adhasion und geringfugig auch die Plattchenaggregation gemindert
wurde. Auch die LDL Oxidation wurde im Trend gemindert. Welche Substanz
allerdings diese positiven Effekte des Knoblauchs bedingt, ist unter den
Forschern umstritten . Japanische Wissenschaftler setzen besonders auf
S_Allyl-Cystein , das vor allem in dem Extrakt, den auch Steiner verwandt hat,
enthalten ist. Deutsche Forscher gehen hingegen davon aus, daß das
besonders in deutschen Pulverpräparationen enthaltene Allicin die
Wirksamkeit bedingt. Nach Ansicht von Professor Joerg Grünwald aus Berlin
ist die Datenlage für die Pulverpräparationen derzeit besser, wie er
im Gespräch mit der ÄRZTE ZEITUNG sagte. Möglicherweise seien
jedoch beide Substanzen gleichermaßen wirksam. Zukünftig könnte
sich die Wirksamkeit des Pulvers noch steigern lassen: Denn durch eine magensaft
resistente Ummantelung der Dragees wird das Enzym Alliinase, das aus dem
biologisch inaktiven Alliin das Allicin formt, vor saurem Magensaft geschützt,
und die Allicin Menge, die freigesetzt wird, dadurch gesteigert. Dies hat sich
auch in einer in vitro Studie mit ummantelten Knoblauch Dragees (beni cur)
bestatigt, die Grünwald in München vorgestellt hat. Welche klinische
Relevanz dies habe, müsse natürlich in weiteren Studien untersucht
werden, so Grünwald. Und was bringt die Zufuhr von Knoblauch mit der
Nahrung? "Wenig", meinte Belz im Gespräch mit der ÄRZTE
ZEITUNG. "Die wirksamen Komponenten des Knoblauchs, Alliin und Allicin,
sind einfach nicht in genügenden Mengen enthalten, und schon gar nicht in
dem europäischen Knoblauch, der durch Züchtungen verändert worden
ist, um den Geruch zu beeinflussen .Knoblauch kann man also essen soviel man
will., die kardioprotektive Wirkung ist auf diese Weise nicht zu erreichen .
Für weitere Informationen
Telefon: 07021/42954
FAX: 07021/47348
E-Mail:pflege@vetera.es.eunet.de
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