Lavendel - Lavandula angustifolia
Familie der Lippenblütler - Lamiaceae

Der Lavendel wächst hauptsächlich in den Mittelmeergebieten; bei uns kommt er nur kultiviert in Gärten vor. Je weiter nördlich die Pflanze kultiviert wird, desto mehr nimmt ihr Duft ab. Wie die meisten Heil- und Gewürzkräuter des Mittelmeerraumes kam auch der Lavendel durch die Mönche über die Alpen zu uns. Interessant ist die Tatsache, daß der regelrechte Anbau zuerst im Norden, besonders in England, betrieben wurde, wo es im 16. Jahrhundert nachweislich schon große Lavendelkulturen gab. Große Anbauversuche bei Wien im vorigen Jahrhundert erreichten einen so hohen Stand, daß die Einfuhr von Lavendel aus England wesentlich eingeschränkt wurde. Eine gewisse Berühmtheit hatten seinerzeit die sogegannten "Lavendelweiber" in Wien, die singend von Haus zu Haus gingen und ihre Lavendelbüsche anboten.

Verwendeter Pflanzenteil
Lavendelblüten - Flores Lavandulae.

Inhaltsstoffe
Bis zu einem Prozent ätherisches Öl mit Hauptbestandteil Linalylacetat, daneben bis zu zwölf Prozent Gerbstoffe.

Eigenschaften
Leichte Heilwirkung. Innerlich entblähend und schwach beruhigend, äußerlich als Badezusatz.

Anwendungsgebiete
Für die alleinige Anwendung zeigt Lavendel eine zu schwache Wirkung. Aber er ist in Kombinationspräparaten öfters zu finden und wird zusätzlich wegen seiner geruchsverbessernden Eigenschaft zugesetzt, z.B. in Tees oder in Badezusätzen, die bei vegetativer Dystonie verwendet werden. Lavendelöl wird in der Parfümerie verwendet zu Lavendelwasser, Kölnisch Wasser, zur Seifen- und Riechsalzherstellung und für Badeessenzen.

Nebenwirkungen
Sind bisher keine bekannt.


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