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Mistel - Viscum album
Die Mistel ist ein immergrüner strauchartiger Halbparasit auf den Zweigen von Laub- und Nadelbäumen. Sie ist der einzige bei uns heimische Vertreter einer vor allem in den Tropen und in Südostasien verbreiteten Pflanzenfamilie. Für die Heilkunde werden die auf Laubholz wachsenden weißbeerigen Arten gesammelt. Die Mistel ist getrenntgeschlechtlich, das heißt männliche und weibliche Blüten sind auf verschiedene Sträucher verteilt. Ihr zu Rindensaugsträngen umgebildetes Wurzelsystem entzieht dem Wirt nur Wasser und Nährsalze, denn die pflanzliche Photosynthese kann sie selbst ausführen (Halbparasit). Botanisch kaum zu unterscheiden, ist die Mistel doch an bestimmte Wirte gebunden. Deutlich werden Pappeln, Apfelbäume und Tannen bevorzugt. Für die Weiterverbreitung ist die Pflanze auf Vögel angewiesen. Sie finden im futterarmen Winter in den Beeren ein reiches Nahrungsangebot. Der zähe Beerenschleim sorgt dafür, daß die Keimlinge, vom Schnabel des Vogels abgestreift oder mit dem Kot ausgeschieden, an Ästen und Zweigen des Nährbaums angeheftet werden. Den Germanen, vor allem aber den Kelten, galt die Mistel als heilig. Sie war Kult-, Zauber- und Heilmittel. Verwendeter Pflanzenteil
Inhaltsstoffe
Eigenschaften
Anwendungsgebiete
Nebenwirkungen
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